Goldhelm Schokolade

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Goldhelm Schokolade (Nr. 12-14): Handwerkskunst zum Dahinschmelzen

Von der Vision zum kulinarischen Wahrzeichen

In den Hausnummern 12 bis 14 schlägt das süße Herz der Krämerbrücke. Die Geschichte von Goldhelm Schokolade ist untrennbar mit dem Gründer Alexander Kühn verbunden, der als Quereinsteiger und gelernter Grafiker begann, Schokolade völlig neu zu denken. Sein Ansatz ist so simpel wie konsequent: Weg von industriellen Emulgatoren und künstlichen Aromen, hin zu absoluter Frische und regionalen Zutaten. Was einst in einer winzigen Küche direkt auf der Brücke begann, hat sich mittlerweile zu einer der renommiertesten Schokoladenmanufakturen Deutschlands entwickelt. Trotz des Erfolgs ist der Laden kein steriler Flagship-Store geworden, sondern hat sich den Charme einer urigen Werkstatt bewahrt, in der es herrlich nach gerösteten Kakaobohnen, frischen Kräutern und geschlagener Sahne duftet.

Was du dort kaufen kannst (und was nicht)

Das Sortiment bei Goldhelm ist eine echte Liebeserklärung an die kulinarische Vielfalt. Das Kernstück bilden die handgeschöpften Tafelschokoladen, die oft mit frischen Zutaten wie Minze aus dem eigenen Garten, Sanddorn aus der Region oder sogar gewagten Kombinationen wie Ziegenkäse experimentieren. Diese Tafeln sind keine Massenware; sie sind wuchtig, rustikal und jede für sich ein Unikat. Die Füllungen wechseln strikt mit den Jahreszeiten: Im Frühling dominieren Rhabarber und Erdbeere, während im Winter schwere Noten von Zimt, Kardamom und dunklem Portwein in die Schokolade wandern.

Ein absoluter Renner sind die Canaches – cremige Schokoladenaufstriche im Glas, die bei Kennern echtes Suchtpotenzial haben. Ob klassisches Nougat oder salziges Karamell, die Konsistenz ist unvergleichlich. Auch die Pralinen-Theke ist ein Kunstwerk für sich. Jede Praline wirkt wie ein kleiner Edelstein, handverziert und mit flüssigen Kernen oder fruchtigen Ganaches gefüllt. Was du hier allerdings nicht finden wirst, sind Industrieprodukte mit ewiger Haltbarkeit oder künstliche Konservierungsstoffe. Hier regiert die Frische, was bedeutet, dass man die Schokolade am besten zeitnah genießt (falls sie überhaupt so lange überlebt).

Das Erlebnis vor Ort

Goldhelm ist ein Gesamtkunstwerk für alle Sinne. Das Besondere ist die radikale Transparenz und die Nähe zum Produkt. Durch die Fenster der Manufaktur kannst du oft einen Blick direkt in die Produktion werfen. Sogar die Verpackungen sind etwas Besonderes: Sie werden von Alexander Kühn selbst illustriert, was jedem Produkt eine künstlerische, fast schon sammelwürdige Note verleiht. Viele Zutaten stammen von Bauern aus dem Erfurter Umland. Man wird hier nicht wie in einem anonymen Laden bedient, sondern als Gast in einer Welt der Genüsse willkommen geheißen, in der Handwerk noch greifbar ist.

Bewertung Goldhelm Schokolade Erfurt

Goldhelm Schokolade gehört zu den am besten bewerteten Läden der Stadt (4,7 bis 5 Sterne). Die Besucher schwärmen regelmäßig von der Qualität, die man so kaum ein zweites Mal findet.

  • Der Tenor: „Die beste Schokolade, die ich je gegessen habe – jeden Cent wert!“
  • Kritik: Vor allem an Wochenenden oder zur Weihnachtszeit bilden sich lange Schlangen, die bis weit auf die Brücke reichen. Da braucht man Geduld.
  • Wichtig zu wissen: Wer die Schokolade probieren möchte, sollte im Sommer unbedingt auch den Eiskrämer gegenüber besuchen. Das dortige Schokoladeneis basiert auf den gleichen Rezepturen und gilt für viele als das beste Eis Thüringens.

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